Desaster Area

Dieses Jahr gibt sich wirklich Mühe, eines der schlechtesten in meinem Leben zu werden. Paula bestand auf der Gleichzeitigkeit unseres Urlaubs, darüber vernachlässigend, dass wir dann auch gleichzeitig zuhause sein würden.

Es fiel ihr pünktlich am Dienstag gleich nach dem Aufstehen auf. Mittwoch nachmittag setzte ich mich nach Hagen ab, begleitet von dem Hinweis, ich bräuchte an diesem Tag nicht zurück zu kommen. Ich tat es trotzdem und sitze in Konsequenz dieser Fehlentscheidung wie der Unzuverlässigkeit unseres Busnetzes jetzt mit Blasen an den Füssen in einem dieser sogenannten Casinos, in denen sich Spielautomaten aneinander reihen.

Dort muss ich mich bei minimalen Kosten jetzt noch wach und beschäftigt halten, bis ich den ersten Bus nach Hause nehmen kann, um mich mit etwas Glück zu einer Zeit zu Freund ins Bett zu schleichen, in der Paula selbst noch schnarcht, dass es kanadischen Holzfällern Angst und Bange wird.

Ich zögere, mich für eine Trennung zu entscheiden. Zwar macht mir die Aussicht auf weitere Zweisamkeit in jener Art, wie ich sie die letzten zwanzig Jahre genoss, noch mehr Angst, als selbst die darauf, ein Leben lang allein zu sein. Aber in diesem Jahr war bisher jede Entscheidung falsch, alles, was ich tat ein Fehler.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s