Dreieinhalb-Tonner

Ich begann den Freitag mit einem Traum über die Frau wie ein Lancia, die mich zu sich nach Hause einlud und mir dann ihren neuen Freund vorstellte. Ich schaffs nicht mal im Traum, Sex zu haben.

Den Rest des Tages schleppte ich dann bei Hyazinthas Umzug Möbel. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Gewisse Körperteile informieren mich im Augenblick auch darüber, dass ich ein alter Sack bin.

Wir hatten einen Dreieinhalb-Tonner von Saviem gemietet, mit dem wir den Rest ihrer Möbel in zwei Ladungen beförderten, die eine zu ihr, die andere mit ihrer überschüssigen Küche zu einer Bekannten, die Verwendung für sie hat, Teil eines Kreislaufes, an dem wir alle teilhaben. Kaum einer, den ich kenne, wirft etwas weg ohne vorher genau zu überlegen, ob nicht ein anderer es brauchen kann.

Am Ende der Kette steht dann das Diakonische Werk, das am Dienstag unsere Garage ausräumen wird, um eine bedürftige Familie mit einem Kleiderschrank, einem Bett und einem Schreibtisch zu beglücken, die schon zwei Vorbesitzer gehabt haben, sowie mit einigen Leuchten. Sie wird allerdings im Dunklen sitzen müssen, diese Familie, wenn die Frau wie ein Lancia sich vorher noch meldet, der ich sie auch angedient habe.

Ich befürchte nur, dass Hyazintha und ihr Aktueller uns zur Belohnung in das Restaurant am Ende der Welt einladen wollen. Wer auch immer dort kocht, kann nicht einmal dem Chefkoch des nächsten McDonalds das Salzwasser anreichen.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s