PIrates of the Somalian – No role for Johnny Depp

Ich frage mich, ob der Unterschied zwischen den Brokern auf der Wall Street und den somalischen Piraten wirklich so gross ist. Ohne Zweifel riechen die einen weniger streng, weniger nach Schweiss, Waffenfett und Ziege, benutzen beim Essen Messer und Gabel und sprechen eine Sprache, die ich verstehe. Aber auf einer gewissen Ebene scheinen sie mir ähnlich, als Räuber, die in der Globalisierung nur eine Vergrösserung ihres Reviers sehen, in dem sie versuchen, sich anzueignen, was andere durch Arbeit und Mühe (auch anderer) zusammen gebracht haben.

Die Regierungen stehen beiden auch in ähnlicher Weise hilflos gegenüber. Die Politiker, die in ihnen sitzen (ich vermeide hier bewusst den Begriff arbeiten ) sind so sehr daran gewöhnt, dass die eigentlichen Entscheidungen in der Wirtschaft getroffen werden, dass eine amoklaufende Wirtschaft sie völlig überfordert. Und bei den Piratenkapitänen (korrekte Bezeichnung: Schiffsbetriebsführer eines privatwirtschaftlich geführten Schiffs mit Kampfauftrag), fallen ihnen nur Benimm-Vorschriften ein, an die sich die Marine dann bitte halten soll, wenn sie ihnen auf See begegnet. John Silver hätte vor Lachen in sein Holzbein gebissen.

Ich stelle mir gerade Hugh Laurie als Silver vor.Und glückliche Opium-Bauern, die deutschen Patrouillen zuwinken, die durch Afghanistan rollen.

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